WYSIWYG Web Builder
Hieronymus Bosch:
          „Die Sieben Todsünden“ und „Die vier letzten Dinge“
Museo del Prado, Madrid
"Die vier letzten Dinge: Sterben"
"Die vier letzten Dinge:
Das Jüngste Gericht"
"Die vier letzten Dinge: Hölle"
"Die vier letzten Dinge: Himmel"
„Die Sieben Todsünden“
„Die Sieben Todsünden“

„ira“ (Zorn)
„superbia“ (Hochmut)
„luxuria“ (Wollust)
„acedia“ (das einzige griechische Wort: Gleichgültigkeit, hier als Trägheit verstanden)
„gula“ (wörtlich: Kehle, gemeint: Völlerei)
„avaritia“ (Habgier)
„invidia“ (Neid)
Die Abbildung des „Zorns“ zeigt eine Schlägerei vor einem Wirtshaus, bei der auch das Mobiliar nicht verschont bleibt. Eine Frau versucht einzugreifen, vor den Männern sind „Knochenschuhe“ ausgebreitet.
„Hochmut“ (im Mittelalter oft als „Hoffart“ bezeichnet) stellt sich dar als eine Frau, die keinen Blick für ihre Umgebung und schon gar nicht für den Betrachter übrig hat, wendet sie ihm doch den Rücken zu. Der vor Ihr befindliche Hausaltar scheint sich zu schließen und statt diesem gilt ihr Blick ausschließlich einem Spiegel, den ihr ein teuflisches Wesen vorhält.
Die Abbildung der Todsünde „Wollust“ präsentiert ein Zeltgelage. Während Männer und Frauen sich handelseinig werden, verdrischt ein Mönch den entblößten Hintern eines Narren mit einem Kochlöffel. Die Harfe, Symbol für ein himmlisches Instrument, ist achtlos beiseite geworfen.
Mit „Trägheit“ ist die des Geistes gemeint. Bosch setzt sie in seinem Bild als Gleichgültigkeit gegenüber dem Glauben und Gott um. Ein Geistlicher hat es sich in seinem Lehnstuhl bequem gemacht, die Bibel liegt geschlossen neben ihm.
In Zeiten, als Hunger noch eine reale Gefahr nach jedem Winter war, galt die „Völlerei“ als besonders verwerflich, da zukunftsgefährdend. Die Szene beherrscht ein widerwärtiger Fettwanst, der von einem ebenso fetten und hässlichen Kind bedrängt wird, damit er ihm von seinem reichhaltigen Mahl abgebe.
Das Bild über die „Habgier“ scheint sich in zwei Szenen aufzuteilen: Ersichtlich handelt es sich um eine Gerichtsszene. Während ein Mann seinen Geldbeutel umklammert, lässt sich der Richter von dem hinter ihm Stehenden bestechen, nämlich Geld zustecken. Er nimmt diese unrechte Leistung bedenkenlos an.
Die letzte Abbildung, der „Neid“, ist von missgünstigen Blicken getragen. Nicht einmal die Tiere sind von dieser Todsünde verschont. Ein Hund, dem ohnehin schon zwei Knochen vorliegen, giert nach einem dritten, ein weiterer Hund neidet seinem Artgenossen diese Beute.
„Die letzten Dinge“

Sterben
Das jüngste Gericht
Die Hölle
Der Himmel
Christus