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ATTRIBUT
Attribut
(lat. attribuere "zuteilen", "zuschreiben"), Gegenstand oder
Wesen, die einer Person zur sinnbildlichen Kennzeichnung beigegeben oder
stellvertretend für einen Begriff gebraucht werden".
Schon
die vorchristliche Kunst verwendet Attribute zur Wesens- oder
Charakterbezeichnung, z.B. die Tiere der ägyptischen Götter (Falke, Katze,
Kuh), die Attribute der griechischen Götter und Heroen (Eule der Athena, Flügelschuhe
und Heroldstab des Hermes, Blitz des Zeus, Dreizack des Poseidon, Löwenfell und
Keule des Herakles u.a.).
Die
christliche Kunst entwickelt etwa seit dem 4. Jh. Attribute, die zunächst
vereinzelt auftreten, deren Verwendung im 11. Jh. aber allgemein gebräuchlich
und seit dem 15. Jh. feste Regel wird. Generelle Attribute (Gattungs-Attribute,
z.B. Nimbus, Buch, Palme) kennzeichnen die Personen als zu einer Gruppe
(Apostel, Märtyrer) oder einem Stand (König, Ritter) gehörig. Individuelle
(persönliche) Attribute kommen später auf als die generellen, sind hier und da
schon auf frühchristlichen Sarkophagen, in Deutschland aber erst im 12. Jh.
anzutreffen. Die Grenze zwischen Attribut und Symbol oder Emblem ist fließend.
Alleinstehende Attribute werden zu Symbolen (z.B. Anker, Kreuz). Die Attribute
sind z.T. rein gegenständlich (z.B. Schild, Schwert und Fahne bei Adligen;
Marterwerkzeuge bei Märtyrern; Hirsch des Hubertus; u.a.), z.T. sind sie
symbolisch gemeint (z.B. Palmzweig, Evangelistensymbole u.a.). Sie weisen auf
ein besonderes Ereignis im Leben oder in der Legende der Heiligen hin
(Bekehrung, z.B. Hirsch des Hubertus; Wunder, z.B. Kelch des Evangelisten
Johannes; hervorragende Tat, z.B. Bettler neben Elisabeth; Martyrium, z. B.
Zange der Apollonia), auf deren tugendhaftes Leben (z.B. Kruzifix des Franz, v.
Assisi). deren Stand (z.B. Zepter) oder Beruf (z.B. Zange des Eligius), deren
Patronat (z.B. brennendes Haus und Wasserkübel des Florian) oder deren Namen
("redendes Attribut", z.B. Horn des Cornelius). Die Zahl der Attribute
der einzelnen Heiligen, ihre Verwendung in verschiedenen Darstellungen (in
verschiedenen Gegenden und Zeiten) ist schwankend.
Profane
Personen werden im Mittelalter bis zur Ausbildung des Porträts in der
kirchlichen und profanen Kunst (z.B. in der Illustration profaner Texte) häufig
durch Attribute (Insignien) und Tracht gekennzeichnet. Zu unterscheiden sind
hier Gattungs-Attribut (z. b.
Architekturmodell der Stifterfiguren) und Berufs-Attribut (Rolle oder Buch,
deren Verwehdung für Evangelisten, Propheten usw. auf antike Gewohnheiten der
Kennzeichnung von Schriftstellern, Rednern, Dichtern zurückgeht und besonders
im Barock wieder auflebt). In der Bedeutung kann dem Attribut das Wappen vollauf
entsprechen. Auch zahlreiche allegorische Gestalten haben Attribute.
Systematisch
untersucht und zusammengestellt sind v. a. die Attribute der christlichen Kunst.
Die gebräuchlichsten von ihnen sowie einiger anderer wichtiger Kulturkreise
sind:
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Abtstab:
generelles Attribut heiliger Äbte, seit ca. 10.Jh. vereinzelt, seit 13.Jh. ständig
verwendet, z.B. für Benedikt, Bernhard v. Clairvaux, Gallus, Magnus. Bei Äbtissinnen
ist der Abtstab seltener, erscheint v. a. bei Gertrud v. Nivelles (manchmal Mäuse
am Abtstab), Scholastika, Ottilia.
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Ackergerät:
generelles Attribut der Bauern (z.B. Isidor) und Einsiedler (z.B. Ficarius);
ferner Attribut der Kunigunde (Pflugschar).
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Adler:
allgemeines Herrscher-Attribut; Nabu (Vorderasien); Zeus / Jupiter; Evangelist
Johannes; Augustinus; Gerechtigkeit; Gesichtssinn (Sinne, Fünf); doppelköpfig:
Prophet Elisäus.
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Ähre:
Demeter / Ceres;Adam; Isidor, Ruth; Ackerbau, Erde, Sommer.
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Aigis,
Aegis (Schlangenfell): Athena/Minerva, Zeus.
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Ampel:
generelles Attribut der Klugen Jungfrauen und weiblichen Heiligen, die als
solche gelten, z.B. Ursula, Walburga; nur vereinzelt verwendet.
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Angel:
Zeno.
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Anker:
Clemens v. Rom, Nikolaus v. Bari bzw. v. Myra; Hoffnung, Glück.
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Ärztegerät:
war im 0sten, zurückgehend auf vorchristliche Tradition, generelles Attribut
heiliger Ärzte, die unentgeltlich wirkten; von dort ist es mit dem Kult von
Kosmas und Damian in die europäische Kunst übernommen worden; selten auch für
Pantaleon verwendet.
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Augenbinde:
Eros/Amor, Cupido; Glück, Gerechtigkeit u.a.; Synagoge.
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Bär:
Korbinian, Gallus, Kolumba; Wollust; Zorn (mittelalterliche Dämonologie);
-
Beil:
Bonifatius, Matthias, Wolfgang, Joseph der Zimmermann, Siva (ind.).
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Bettler:
Martin, Elisabeth, Hedwig.
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Bienenkorb:
Ambrosius (selten); Hoffnung. Eintracht.
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Bischofsstab
(Krummstab): seit ca. 10. / 11.Jh. generelles Attribut Heiliger, die Bischöfe
waren.
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Blitzbündel:
Zeus / Jupiter.
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Blumenkörbchen:
Dorothea. Blumenkranz: gelegentlich bei weiblichen Heiligen, z.B. Agnes, Cäcilia,
Dorothea; Wollust.
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Bogen:
Eros/ Amor, Cupido; Apollon, Artemis/Diana; Amerika. Bohrer: Leodegar.
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Brot:
Prophet Obadja, Agatha (2 runde Brote, eigentlich die abgeschnittenen Brüste
der Hl. Elisabeth, Nikolaus v. Myra (3 runde Brote bzw. goldene Kugeln auf einem
Buch).
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Buch:
ältestes generelles Attribut, das schon in altchristlicher Zeit für Propheten
und Sibyllen verwendet wurde (anfangs als Buchrolle); bis zum Ende des Barock für
sehr viele Heilige (bes. Evangelisten, Apostel, Gelehrte, Geistliche) gebraucht;
aber auch für heidnische oder weltliche Personen und Personifikationen
beansprucht; Grammatik, Philosophie u.a.; auch Theologie; verschiedene
kirchliche Bedeutung, z.B.: Evangelium, Missale, Gebetbuch, Buch der
Ordensregeln (bes. für Ignatius v. Loyola), Gesetzbuch; vom Schwert
durchbohrtes Buch = Bonifatius.
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Buchrolle:
Klio, Kalliope (Musen).
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Büchse:
Pandora;
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Salbenbüchse:
Maria Magdalena, Oswald; Ärztegerät. Buddha in der Krone: Avalokitesvara
(ind.).
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Dornbusch:
(brennend) Moses; Maximus v. Noia.
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Dornenkrone:
Katharina v. Siena, König Ludwig (hält Dornenkrone und Nägel vom Kreuz
Christi in der Hand).
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Dornenrute:
Benedikt. Drache: Georg, Magnus (Mönch von St. Gallen), Margarete u.a.;
Klugheit; Logik. Dreizack: Poseidon/Neptun.
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Einhorn:
Justina v. Antiochien, Justins v. Padua, Maria (Muttergottes);Keuschheit.
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Engel:
Franziska Romana, Evangelist Matthäus, Rochus.
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Eule:
Athena / Minerva.
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Fackel:
Eos / Aurora, Demeter / Ceres; Gesichtssinn; Nacht; Frieden.
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Fahne:
Georg, Johannes v. Capistrano, Mauritius, Wenzeslaus u.a.
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Fisch:
Benno (Fisch mit Schlüsseln im Maul), Ulrich; Mäßigkeit; Februar.
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Flöte:
Euterpe (Muse).
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Flügel:
Zeit; Nike, Victoria, Sieg; Ruhm; Frieden; Eros/Amor, Cupido; Nemesis, Iris,
Genien u.a.
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Flügelkappe,
Flügelschuhe: Hermes, Perseus.
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Füllhorn:
Fruchtbarkeit; Frieden, Verschwendung u.a.; Ge / Tellus, Tyche / Fortuna;
Herbst; Italien.
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Gans:
Brigida (umgeben von Gänsen und Enten), Ludger (2 Wildgänse), Martin;
Aphrodite / Venus.
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Geißel:
Eremit Ambrosius; Osiris, Amun, Min, Anubis (ägypt.).
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Globus:
Erde, Universalität; Urania (Muse); Gerechtigkeit, Grammatik,
Geometrie-Geographie; Saturn; Kunst; u.a.
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Hahn:
Apostel Petrus, Odilia, Veit; Eifersucht; Frankreich.
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Haupt:
ihr abgeschlagenes Haupt tragen in der Hand Alban v. Mainz, Alban v. England,
Dionysius, Felix und Regula u.a.
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Haut:
Bartholomäus, der seine abgezogene Haut trägt; oder die Schindung selbst (auch
des Marsyas).
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Helm:
Athena / Minerva, Ares / Mars.
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Herz:
Augustinus, Katharina v. Genua, Margareta Maria Alacoque; Eros / Amor, Cupido;
Aphrodite / Venus; Caritas; u.a.
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Hirsch:
Eustachius, Hubertus (jeweils mit einem Kreuz zwischen dem Geweih); Klugheit;
u.a.
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Hirschkuh:
Ägidius, Katharina v. Schweden; Artemis / Diana.
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Hund:
Diana; Dominikus ("Dominikaner" als lat. "Domini-canes",
"des Herrn Hunde", gedeutet), Hubertus, Rochus; Neid, Treue u.a.
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Jesuskind:
Anna (meist Jesuskind und Maria auf dem Arm oder Schoß, Anna selbdritt),
Augustinus (Jesuskind oder Engel schöpft mit einem Löffel Wasser aus dem
Meer), Christophorus (trägt das Jesuskind auf der Schulter durch den Fluß),
Katharina v. Siena (Jesuskind gibt der Heiligen einen Ring). Kelch: Barbara,
Benedikt (zersprungener Kelch mit Schlange), Hugo v. Lincoln (Kelch mit
Jesuskind), Evangelist Johannes (Kelch mit Schlange, seit 13. Jh.), Konrad
(Kelch mit Spinne); Ecciesia. Kerykeion (Botenstab): Hermes, Iris.
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Kerze:
Blasius (2 brennende, auch sich überkreuzende Kerzen), Brigida, Donatus (5
brennende Kerzen auf einem Rad), Genovefa, Kluge Jungfrauen (vgl. Attribut
Ampel).
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Kessel:
Veit (im Kessel stehend oder einen kleinen Kessel tragend), Evangelist Johannes
(im Kessel stehend).
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Kette:
Leonhard u.a.
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Keule:
Judas Thaddäus, Nikodemus u.a.; Herakles / Herkules; Amerika;
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Kind:
Ambrosius (Kind in der Wiege), Augustinus (Knabe neben sich), Valentin (verkrüppelter
Knabe zu seinen Füßen); allegorische Gestalten wie Spes, Fides, Grammatik,
Caritas;
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Kirchenmodell:
generelles Attribut für Stifter und Patrone von Kirchen und Klöstern, meist
individuell aufgefaßt. Der Heilige trägt das Modell eines bestimmten Gebäudes
(Elisabeth die Elisabethkirche zu Marburg, Karl d. Gr. das Aachener Münster,
Heinrich und Kunigunde tragen den Bamberger Dom usw.).
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Kithara:
Apollon.
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Knotenstock: Asklepios (griech.).
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Kochgeschirr:
Martha.
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Köcher:
Apollon, Artemis / Diana.
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Korb
mit Pfirsichen oder Blumen: Demeter /
Ceres.
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Kranz
(Lorbeer u.a.): Sieg; Kriegskunst, Wissenschaft u.a.; Apollon (Lorbeerkranz),
Dionysos / Bacchus (Efeukranz); Tugend überhaupt.
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Kreuz
(seit ca. 14. / 15. Jh. meist Kruzifix): 1. generelles Attribut besonders für
Bekenner, Ordenspersonen (v. a. Franz v. Assisi), Büßer (Maria Magdalena,
Hieronymus). Viele östliche Heilige halten ein kleines Kreuz in der Hand. 2.
individuelles Attribut (z.T. von besonderer Form) für Märtyrer, die am Kreuz
starben: Andreas (Schrägkreuz), Petrus, Philippus (Tau-Kreuz, Doppel-Kreuz)
u.a. sowie für Helena.
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Kreuzstab,
Stab, der in ein Kreuz mit meist 2 oder 3 Querbalken ausläuft: seit ca.14. /
15.Jh. generelles Attribut hl. Päpste (Gregor d. Gr., Cornelius, Silvester u.
a.).
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Krone:
generelles Attribut fürstlicher Personen, auch Heiliger fürstlicher Herkunft;
Symbol ("Krone des Lebens") für die Belohnung eines frommen Lebens
und gottseligen Todes (bes. bei jungfräulichen Märtyrerinnen, z.B. Afra,
Agatha); Ecclesia. Krone mit Mauerzinnen bei antiken Stadtgottheiten, z.B. Tyche
von Antiochia.
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Krückstab:
Eremit Antonius (meist Krückstab mit Glocke, später Tau-Kreuz), Romuald; Zeit.
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Krummstab:
Osiris, Anubis (ägypt.); Würdezeichen der Bischöfe.
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Kübel:
Florian (Kübel mit Wasser zum Löschen des Feuers), Rupert (Salzkübel).
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Kugel:
Merkur; Glück, Überfluß; Astronomie; Melancholie.
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Kuhhörner:
Hathor, Isis (ägypt.).
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Lamm:
Agnes (von lat. agnus "Lamm"), Johannes der Täufer; Geduld, Sanftmut,
Unschuld.
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Lanze:
Athena / Minerva; Adalbert (7 Lanzen), Demetrius, Longinus, Apostel Thomas.
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Lilienstengel:
generelles Attribut und Symbol der Keuschheit; weiter verbreitet (bes. als
Attribut Josephs des Nährvaters) erst seit ca. 16. / 17.Jh.; Antonius v. Padua,
Clara, Dominikus; Geruchssinn.
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Lorbeer:
Apollon.
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Löwe:
Schamasch, Ischtar (vorderasiat.); Euphemia, Hieronymus, Evangelist Markus; Mut;
Republik Venedig, Afrika.
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Löwenkeule:
Ischtar (vorderasiat.).
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Löwenfell:
Herakles / Hercules.
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Lyra
(Leier): Terpsichore (Muse).
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Mantel:
Martin v. Tours teilt seinen Mantel mit einem Bettler.
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Messer:
Bartholomäus; Neid.
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Mitra:
meist nur Bestandteil
der bischöflichen Tracht, aber auch generelles Attribut hl. Bischöfe,
wenn sie nicht in Bischofstracht erscheinen (z.B. Albertus Magnus als
Dominikaner mit Mitra, Altarfigur zu Kelheim, ca. 1460). Individuelles Attribut
ist die Mitra z.B. bei Bernhard v. Clairvaux (3 Mitren neben ihm oder auf einem
Buch).
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Mohnstengel:
Hypnos / Somnus; Demeter / Ceres
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Mondsichel:
Maria (auf der Mondsichel stehend); Artemis / Diana.
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Muschel:
Jakobus d.Ä; Aphrodite / Venus;
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Muttergottesbild:
Ferdinand, Johannes vom Kreuz, Lukas.
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Namen
Jesu (JHS): Bernhardin v. Siena, Ignatius v. Loyola.
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Namenshieroglyphen
(als Kopfschmuck): für Nephthis und Isis (ägypt.;).
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Orgel:
Cäcilia.
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Palmenzweig:
generelles Attribut, im Anschluß an Off. Joh. 7,9 v. a. Symbol des Martyriums
und des himmlischen Lohnes darauf; selten bei Nicht-Märtyrern (z.B. Elisabeth);
nach alter Tradition Attribut des Sieges, Triumphes, der Tugend usw.
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Papyrus-Zepter:
Hathor, später alle Göttinnen (ägypt.).
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Pfau:
Hera / Juno; Eitelkeit.
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Pfeil:
Therese, Christiana, Edmund, Sebastian, Ursula; Frau Minne.
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Pfeil
und Bogen: Neit (ägypt.); Apollon, Artemis / Diana, Eros / Amor, Cupido (oft
noch mit Köcher).
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Pilgerstab:
Birgitta, Jakobus d.Ä., Jodok, Koloman, Apostel Philippus, Sebaldus u.a.
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Pokal:
Oswald, Martin; Dionysos / Bacchus (mit Trinkhorn, Kantharos u.a.).
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Rad:
Katharina, Augusta; Glück.
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Rabe:
Oswald (Rabe mit Ring im Schnabel), Meinrad (2 Raben); Hoffnung; Apollon.
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Reichsapfel,
(Welt-)Kugel mit kleinem Kreuz: in der dt. Kunst generelles Attribut von Königen,
auch hl. Königen (nicht Königinnen); Karl d. Gr., Oswald, Sigismund, Ladislaus
v. Ungarn u.a. vgl. Attribut Zepter.
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Ring:
Eduard ("der Bekenner") und Ferdinand zeigen einen Ring; Ischtar (vorderasiat.).
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Rose:
Elisabeth (trägt sie in der Schürze), Dorothea.
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Rosenkranz:
generelles Attribut verschiedener Heiliger, erst spät verwendet (in der dt.
Kunst seit Ausgang 15. Jh.);
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Rost:
Fides; Laurentius.
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Säge:
Apostel Simon; Joseph der Zimmermann; Melancholie.
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Schale:
Asklepios / Aesculapius.
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Schalmei:
Pan, Euterpe.
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Schiff:
Ursula.
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Schild:
generelles Attribut von Fürsten und Rittern, z.T. durch Wappen als
individuelles Attribut gestaltet; aber auch für Fortitudo, Athena / Minerva,
Ares / Mars, verwendet.
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Schildkröte:
Attribut der Allegorie der Keuschheit ("Keusche Venus") oder Faulheit.
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Schlange:
Asklepios / Aesculapius, Athena.
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Schlüssel:
Martha (Schlüsselbund am Gürtel), Petrus, Servatius; Janus; Treue, Geiz;
Grammatik; Papsttum (-würde).
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Schreibgerät:
die Evangelisten Lukas, Markus, Matthäus; Pythagoras (auch Tafel).
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Schuhe:
Hedwig (2 Schuhe in der Hand), Kümmernis (Schuh herabgefallen), Crispinus und
Crispinianus.
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Schuh(machergerät): Crispinus und Crispinianus.
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Schwan:
Aphrodite / Venus.
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Schwein:
Eremit Antonius; Wolllust, Faulheit u.a.
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Schwert:
generelles Attribut (in der dt. Kunst seit dem 11.Jh. nachweisbar) für 1. Fürsten,
Ritter, Heilige vornehmer Herkunft; 2. Märtyrer, die durch das Schwert umkamen,
v. a. verwendet für Eduard den Märtyrer, Justina (Schwert im Busen),
Katharina, Kilian, Lucia (Schwert oder Dolch im Hals), Maximilian, Apostel
Paulus, Petrus Martyr (Schwert manchmal im Haupt oder in der Schulter), Theodor,
Thomas Becket (Schwert manchmal im Haupt). 3. Lukretia; 4. Gerechtigkeit,
Rhetorik u.a.; Melpomene -Tragodia (Muse).
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Sense:
Saturn (auch Sichel); Tod.
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Sichelschwert:
Nofertem (ägypt.); Perseus.
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Skelett:
Fridolin. Sonne (auf der Brust): Thomas v. Aquino, Vincenz Ferrerius; Weisheit,
Wahrheit.
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Spaten: Arbeit; Hoffnung.
Spiegel:
Aphrodite / Venus; Vanitas; Wahrheit, Klugheit u.a.
Spielkarten:
Laster, Faulheit.
Spinnrocken:
Genovefa.
Stab:
Bischofsstab, Kerykeion, Kreuz-Stab, Krückstab, Krummstab, Pilgerstab, Stab des
Asklepios / Aesculapius (schlangenumwunden).
Stadtmodell:
Petronius trägt das Stadtmodell von Bologna (vgl. A. Kirchenmodell); Eintracht.
Steine:
Stephan u.a.
Stern:
Dominikus (Stern über dem Haupt oder auf der Stirn), Johannes v. Nepomuk (5
Sterne um den Nimbus), Nikolaus v. Tolentino (Stern auf der Brust); Göttergestalten
und Planeten mit Götternamen.
Stier:
Evangelist Lukas, Silvester.
Streitaxt:
Olaf.
Strick:
Ludmilla (Strick um den Hals), Koloman (Strick in der Hand).
Taube:
Gregor d. Gr., Remigius (Taube mit Fläschchen im Schnabel), Scholastika, Thomas
v. Aquino; Frieden; Aphrodite/Venus, Wollust.
Teufel:
Eremit Antonius (Teufel fast nur auf rhein., westfäl. und norddt.
Darstellungen), Cryiakus, Juliana (Teufel an der Kette), Genovefa (Teufel löscht
die Laterne), Gudula (ebenso), Theodul (Teufel mit Glocke).
Thyrsos
(Rohr- oder Holzstab mit Knauf aus Efeu- oder Weinlaub): Dionysos / Bacchus,
Satyr, Mänade.
Tiara:
Würdezeichen der Päpste.
Totenkopf:
als generelles Attribut Symbol für die Vergänglichkeit des Irdischen, auch bei
verschiedenen Heiligen, z. B. Franz v. Assisi, Hieronymus, Maria Magdalena.
Traube:
Urban, Wigbert; Dionysos / Bacchus; Herbst; Europa.
Turm:
Barbara.
Waage:
Gerechtigkeit; Melancholie; Zeit; u.a.
Walkerstange:
Jakobus d.J., Severus v. Ravenna (Walkerstange oder anderes Webergerät).
Wasserkrug:
Mäßigkeit; Wasserträger.
Weinlaub,
-ranke: Dionysos / Bacchus.
Winde
(Haspel): Erasmus.
Winkelmaß:
Apostel Thomas; Architektur, Geometrie; Nemesis.
Wundmale:
Franz v. Assisi, Katharina v. Siena. Zahlbrett: Matthäus.
Zange:
Agatha (manchmal Zange mit den abgerissenen Brüsten der Hl. Apollonia (meist
Zange mit Zahn), Eligius (Zange u. a. Schmiedewerkzeug).
Zepter:
generelles Attribut von Königen, auch hl. Königen (Heinrich, Karl, Oswald,
Sigismund, Stephan v. Ungarn u.a.), Königinnen (Adelheid, Helena u.a.),
manchmal auch Fürstinnen (z.B. Elisabeth). Oft tragen die Könige das Zepter in
der Rechten, den Reichsapfel in der Linken; Vanitas; Zeus / Jupiter, Hera /
Juno, Demeter / Ceres.
Ziborium
und (oder) Monstranz: Clara, Hyacinth, Norbert.
Zirkel:
Geometrie, Architektur; Melancholie; u.a.
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