Mittlerweile erwartet man ja nachgerade schon von Politikern hemmungslos belogen und betrogen zu werden. Seit dem berühmten Wende-Wahlkampf von Helmut Kohl, der von einer Werbeagentur konzipiert wurde, gibt es keinen nennenswerten Unterschied mehr zwischen Wahl- und Werbeversprechen. Erstaunlich, dass sich die eitlen Volksvertreter dann noch tatsächlich über die niedrigen Wahlbeteiligungen wundern können. “Würden Wahlen (daran) etwas ändern wären sie verboten!”
Anbei einige berühmte Politeraussagen, die nicht reiner Wein, sondern reiner Blödsinn waren und sind:
“Das ist für mich kein verlockendes Angebot. Ich brauch die Linke nicht. Ich gehe auch davon aus, daß sie nicht in den Landtag kommt, es sei denn, Herr Koch redet sie noch in den Landtag, denn die Einzigen, die die Linken offensichtlich brauchen, ist die CDU, denn äh sie stellt ja in Frage, meine Aussage, ich würde nicht mit den Linken zusammenarbeiten auf irgendeine Art und Weise. Ich bleib dabei, und ich sage mal in der Frage der Glaubwürdigkeit würd ich mit Ihnen (mit Koch) allemal die Konkurrenz aufnehmen, denn es gibt überhaupt keinen Grund, daran zu zweifeln, ähm, Ihre Glaubwürdigkeit (Koch Glaubwürdigkeit), würde ich sagen, da hätten wir schon ein größeres Problem. Es bleibt dabei: Nicht mit den Linken!” (Andrea Ypsilanti vor der Wahl)
“Wortbruch kann viele Facetten haben.” (Andrea Ypsilanti – die nun doch mit der Linkspartei reden und sich möglicherweise von ihr tolerieren lassen will)
“Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, ich wiederhole: mein Ehrenwort” (Uwe Barschel, CDU-Politiker, der später auf nie geklärte Weise in Genf ums Leben kam)
“Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen” (Walter Ulbricht)
“Die Rente ist sicher” (Norbert Blüm)
“Sie glauben doch nicht im Ernst, dass meine Partei Sie zur Bundeskanzlerin wählen wird.” (Gerhard Schröder über die Chancen von Angela Merkel, Kanzlerin zu werden)
“I did never have a sexual relationship with that woman” (Bill Clinton über seine Praktikantin M.L.)
„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“ (Konrad Adenauer)
Wäre schön, wenn die geneigten Leser noch weitere Belege der Lauterkeit von Volksvertretern und sonstigen Leitwölfen beitragen könnten!